13.05.2026 |
Beschlüsse zu Klimaschutz und Macht in der Kirche
Mit seiner Diözesanversammlung vom 8. bis 10. Mai in Mannheim hat der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) die Regeln der verbandsinternen Zusammenarbeit gestärkt. Die 42 Delegierten aus Jugend- und Regionalverbänden bestimmten in Wahlen und Beschlüssen den zukünftigen Kurs ihres Dachverbandes
„Echte Mitbestimmung ist ein wichtiger Faktor dafür, dass Menschen langfristig bereit sind sich zu engagieren. Hier sind wir als Jugendverbände innerhalb der Kirche ein wichtiges Beispiel, wie verbindliche Spielregeln Macht begrenzen und Zusammenarbeit stärken “ führt Joshua Grupp, hauptamticher BDKJ-Diözesanleiter, aus. In verschiedenen Anträgen zur Satzung, Geschäftsordnung und Wahlordnung des Dachverbandes profilierten die Delegierten der Verbände ihre Zusammenarbeit. „Gerade im Kontakt mit der Bistumsleitung machen wir als Jugendverbände immer wieder die Erfahrung, dass difuse Absprachewege und ungleiche Verteilung von Macht, Prozesse schwieriger machen und zu Frustration führen. Das wollen und müsser wir nicht nur immer wieder kritisieren, sondern auch daraus lernen. Zumindest innerhalb unserer Verbände müssen wir das besser machen.“, führt Grupp aus. Die BDKJ-Diözesanversammlung sei dabei ein gelungenes Beispiel, wie Zusammenarbeit so organisiert werden kann, dass am Ende alle Beteiligten hinter den getroffenen Entscheidungen stehen können.
Klimaschutz & Kritik an Macht in der Kirche
Auch inhaltlich positionierte sich der Dachverband am Wochenende. So schärften die Delegierten den letztjährigen Beschluss zur Klimapositivität des BDKJ nach. Der Dachverband wird in den kommenden Monaten konkrete Projektideen und Maßnahmen zur CO2-Einsparung erarbeiten. Ziel ist es, dass erste Ideen, schon im Rahmen der 72-Stunden-Aktion im kommenden Jahr umsetzbar sein werden.
Auch beim Thema Macht in der Kirche wollen die Delegierten weiterhin aktiv bleiben. So wurde die BDKJ-Diözesanleitung beauftragt das Gespräch mit der Bistumsleitung zu suchen, um die Kritikpunkte der Verbände in Bezug auf die Machtausübung im Bistum zu hinterlegen und gemeinsam eine tragfähige Grundlage für eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Jugendverbänden und Amtskirche zu erarbeiten.